Skulpturenbeute © QuerWeltein A. Hoeft

© QuerWeltein A. Hoeft

© QuerWeltein A. Hoeft

Aktuelle Termine, Veranstaltungen oder Projekte

Dritter Zeidlereikurs in Rheinland-Pfalz - Rückblick auf Workshop im Naturpark Saar-Hunsrück mit Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Dritter Zeidlereikurs im Naturpark Saar-Hunsrück mit Nationalpark Hunsrück-Hochwald und Nationalparkregion

In Zusammenarbeit mit dem Imkerverband Rheinland-Pfalz, dem Naturpark Saar-Hunsrück, dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz (PL), sowie dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald und nicht zuletzt der Imkerei „Sabienen“ aus Paderborn führte die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz (LZU) am 03. bis 06. Oktober 2019 ihren dritten Zeidlereikurs durch.

Ziele des Projektes „Zeidlerei in Rheinland-Pfalz“ sind einerseits: die Zeidlerei wieder einzuführen, die Kulturtechnik der Zeidlerei wieder zu erlernen und fortzuentwickeln, begleitende Forschung zu ermöglichen, die ursprünglich in unserem Raum heimische Honigbiene Apis mellifera mellifera wieder anzusiedeln und den Honigbienen allgemein wieder, wenn auch begleitet, ein eigenständiges Überleben in unserer Landschaft zu ermöglichen und damit einen Beitrag zur Biodiversität zu leisten. Andererseits anhand der Zeidlerei Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) praktisch und anschaulich umzusetzen, die Öffentlichkeit und Besucher unserer Region für die Bienen zu gewinnen, die Imkerei auf das zweite Standbein „Zeidlerei“ zu stellen und damit Bestrebungen vieler Bienenfreundinnen und Bienenfreunde zu unterstützen, denen es vor allem um die Bienen selbst geht, bzw. die Bienen wieder im Wald heimisch und frei sehen wollen.

Zeidlerei ist eine sehr alte Kulturtechnik zwischen Honigjägerei und Imkerei. Sie ist eine ausgesprochen naturnahe Form der Bienenhaltung, denn sie arbeitet ausschließlich mit Schwärmen, Naturwaben-Stabilbau, oft in so genannten Klotzbeuten, traditionell in Höhlungen lebender Bäume. Die Bienen wurden ursprünglich überwiegend nicht am Boden sondern in mehreren Metern Höhe in Bäumen gehalten. In Mittel- und Osteuropa handelte es sich dabei um die „Dunkle Biene“ oder „Waldbiene“, also Apis mellifera mellifera.

Rückblick Interdisziplinäres Wissenschaftstreffen rund um die Bienen

Am 17.10.2018 trafen sich erstmals Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Trier zum interdisziplinären Wissenschaftstreffen rund um die Biene.

Es gibt noch viele offene Fragen um unsere Bienen und das Verhältnis Mensch-Bestäuberinsekten.  Die Forscher/innen aus verschiedensten Fachbereichen wollen darauf Antworten finden.

Die Initiative für neue interdisziplinäre Forschungsansätze entstand aus der Kooperation des Staatlichen Studienseminars für das Lehramt an Realschulen Plus Trier und der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz (LZU).

Die Ergebnisse sollen in die Arbeit mit Bienen und Wildbienen an Schulen sowie bei der „Aktion Bien – Bienen machen Schule“ und die„Aktion Grün“ des Umweltministeriums einfließen. 

Zweiter Zeidlereikurs in Rheinland-Pfalz - Rückblick auf Workshop im Nationalpark

Rückblick: Zweiter Zeidlereikurs im Naturpark Saar-Hunsrück mit Nationalpark Hunsrück-Hochwald und Nationalparkregion

Ort: Rangerstation " Bunker Erwin" im Nationalpark Hunsrück-Hochwald 
Zeit: 28. bis 30. September 2018 

In Zusammenarbeit mit dem Imkerverband Rheinland-Pfalz, dem Naturpark Saar-Hunsrück, dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz (PL), sowie dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald und nicht zuletzt der Imkerei „Sabienen“ aus Paderborn führte die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz (LZU) ihren zweiten Zeidlereikurs durch. 

Die Veranstaltung ist ein Projekt, das im Rahmen der „Aktion Grün“ des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz (MUEEF) durchgeführt wird.

Zeidlerei ist eine sehr alte Kulturtechnik zwischen Honigjägerei und Imkerei. Sie ist eine ausgesprochen naturnahe Form der Bienenhaltung, denn sie arbeitet ausschließlich mit Schwärmen, Naturwaben-Stabilbau, oft in so genannten Klotzbeuten, traditionell in Höhlungen lebender Bäume. Die Bienen wurden ursprünglich überwiegend nicht am Boden sondern in mehreren Metern Höhe in Bäumen gehalten. In Mittel- und Osteuropa handelte es sich dabei um die „Waldbiene" genauer: Apis mellifera mellifera.

Unser Zeidlereikurs bestand u.a. aus einem Workshop, bei dem die Kulturtechnik nach russischen und polnischen Vorbildern erlernt wird. Es wurden Klotzbeuten durch Teilnehmende selbst hergestellt. Ziel ist es, Personen zu schulen, die interessiert sind, anschließend an den Kurs Bienen in Klotzbeuten zu halten und weiter mit der Landeszentrale für Umweltaufklärung, vorwiegend in der Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald und im Biosphärenreservat Pfälzerwald, zusammenzuarbeiten.

Die Teilnehmer/innen: Praktiker, Imker und Imkerinnen, Forstwirtinnen und Forstwirte, Naturverbundene, Menschen, die praktisch bei der Erhaltung der Bienen und ihrer möglichen, betreuten Auswilderung langfristig mitarbeiten wollen.

 

 

Bienen in Schulen und Kitas - Rückblick auf Fortbildung für Lehrkräfte und Imker in der Großregion

 

Rückblick: Bienen in Schulen und Kitas - Fortbildung für Lehrkräfte und Imker in der Großregion

Die diesjährige Tagung „Bienen in Schulen und Kitas“ war wieder ein voller Erfolg.

Am 20.09.2018 fand im Robert-Schuman-Haus in Trier die fünfte bienendidaktische Tagung der LZU und ihren Partnern, dem Pädagogischen Landeszentrum (PL), dem Verein Querweltein aus Trier, den Imkerverbänden und den Partnerorganisationen aus Luxemburg, Belgien, dem Saarland und Lothringen in der Großregion statt.

Die Stationen der Tagungsreihe im Rahmen der „Aktion Bien – Bienen machen Schule“ waren zuerst die Eifel, dann die Pfalz, danach Burg Reuland mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, dann Hollenfels in Luxemburg und schließlich in diesem Jahr Trier.

Wieder waren mehr als 120 Anmeldungen von Lehrkräften, Imkern und weiteren Interessentinnen und Interessenten zu berücksichtigen, so dass zwischendurch noch mehr Interessierten abgesagt werden musste.

Die Referenten wie die Teilnehmenden kamen aus allen Teilregionen und weit darüber hinaus, so dass die Tagung zweisprachig durchführt wurde.

In Vorträgen und bei Workshops lernte man sich kennen, tauschte Fachwissen aus und konzipierte die weitere Arbeit und Zusammenarbeit mit Bienen an Bildungseinrichtungen.

Auch echte Bienen waren wieder dabei, mit denen das neu gewonnene Wissen direkt überprüft werden konnte. 

Sabine Bergmann brachte zudem ihre Zeidlereiausstellung aus Polen mit, die den Blick nach Osten, bis zum Ural und zurück in die Kulturgeschichte der Imkerei bis ins frühe Mittelalter weitete, sowie in die Zeidlereitagung der LZU im Nationalpark Hunsrück-Hochwald eine Woche später einführte.

Ort: Robert-Schuman-Haus, Trier
Zeit: 20. September 2018

weitere Infos unter www.bne-grossregion.net

Die Fortbildung ist anerkannter Beitrag zum UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland. www.bne-portal.de

Rückblick Jahrestagung Aktion Bien 2019

Sehr erfolgreich verlief die 7. Jahrestagung Aktion Bien am 28.5.2019 im Johannes Gymnasium in Lahnstein. Über 100 Lehrer, Schüler und Imker aus ganz Rheinland-Pfalz informierten sich über den neuen Schulart übergreifenden Bildungsansatz „Erinnern und Zukunft gestalten mit Honigbienen“ vom Koblenzer Didaktiker Hansjörg Groenert. Im Kompetenzzentrum Aktion-Bien am Privaten Johannesgymnasium wurde dieser Ansatz weitgehend getestet und jetzt von namhaften Fachwissenschaftlern vertieft.

Honigbienen sind der perfekte Zugang vom Kindergarten bis zur Universität zur lebendigen Begegnung mit Insekten, zum Mikroskopieren, zu Verhaltensstudien und um die komplexen Beziehungen zwischen Lebewesen, z.B. Bienen und Blütenpflanzen, kennen zu lernen.

In Mitteleuropa droht in Böden, Gewässern und der Luft das Aussterben vieler Insektenarten. Um das zu verhindern, müssen einerseits deutlich sichtbar – mehr bunte, möglichst über das ganze Jahr blühende, Pollen und Nektar spendende Pflanzen angesiedelt werden. Sie sind Nahrungsgrundlage und teils Nistplätze für Insekten - am Johannes-Gymnasium von Dr. Andrea Eberle und Ihren Schülern vorgeführt.

Umdenken in der Haltung der Honigbienen propagierte Dr. Ralph Plugge von der LZU durch Vergleiche mit der Zeidlerimkerei im Mittelalter und heutigen Methoden in Ruanda. Im von Prof. Dr. Dr. Menzel (FU Berlin) im Johnny-Schulgarten aufgebauten Umweltspäher helfen Honigbienen über ihre Tanzsprache und Veränderung ihrer elektrischen Felder durch Neonicotinoide Umweltsünder zu lokalisieren. Anne-Kathrin Sieg (Uni Mainz) zeigte wie mit Hummeln im Schulunterricht die gleichen Ziele erreicht werden können. Kira Marie Franz demonstrierte, wie in der Bienen-AG des Johannes-Gymnasiums vergleichbar mit der Arbeitsmethode von Prof. Dr. Tim Landgraf (FU Berlin) Beobachtungen an Honigbienen bei Roboterbau und -programmierung umgesetzt werden.