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Berichte von FÖJ und DFÖJ in der LZU

FÖJ-Bericht von Annika - 2016/17

2016. Die Schulzeit neigt sich dem Ende zu. Das Ziel ist erreicht. Doch was nun ?

Was will ich? Was kann ich? Wo will ich hin? So wie viele meiner Mitschüler*innen bin ich erstmal planlos. Ich interessiere mich für Umweltthemen. Beschäftige mich mit der Frage, wie ich mit kleinen Dingen im Alltag die Umwelt schützen kann. Also irgendwas mit Umwelt. Umweltschutz? Umweltethik? Umweltbildung? Ich will nicht einfach nur einen Beruf erlernen. Ich will meine Berufung finden. Durchgestreifte Bücher mit den Titeln: Ausbildungsberufe von A-Z oder Studieren in verschiedenen Städten. Aber was ist das richtige für mich?

In der Schule wird man oft in seinen Interessen gelenkt. Ich entscheide mich für ein FÖJ, weil ich darin die Möglichkeit sehe meine individuellen Fähigkeiten und Interessen weiterzuentwickeln. Ich übernehme gerne Verantwortung, bin gerne kreativ und will auf andere Menschen zu gehen. Das FÖJ gibt mir die Chance, nach vielem theoretischen Lernen endlich selbst Projekte und Ideen in die Hand zu nehmen.

Eine meiner Bewerbungen ist an die Landeszentrale für Umweltaufklärung in Mainz adressiert. Die mit dem Kochbus. Dort wo es die Möglichkeit gibt, so viele Formen des Arbeitens kennen zu lernen.Schon bei meinem Bewerbungsgespräch lerne ich, wie wichtig es ist von Herzen motiviert und von einer Sache begeistertzu sein.

Im August ist es soweit mein Freiwilliges ökologisches Jahr in der LZU beginnt.

Mein Schreibtisch steht in einem großen Raum mit vielen Büchern über versch. Umweltthemen. Die LZU hat insgesamt 3 FÖJ-Stellen. Gemeinsam wird es also nie langweilig.Meine Kollegin Koray, die klimafreundliche Kochkurse gibt und für den Kochbus zuständig ist, zeigt mir die Stadt. In unserem Stadtrundgang lerne ich, wo ich nachhaltig einkaufen kann.

Ich bekomme die Aufgabe, Pressemitteilungen für die Kochbustermine an zu passen und weiter zu leiten. Habe Zeit mich in Hintergründe ein zu lesen und mich mit all den spannenden Themen auseinander zu setzen.

Die LZU ist auf eine Veranstaltung eingeladen, wo die Broschüren und Aktionen der LZU auf einem Stand präsentiert werden sollen. Diesen soll ich vorbereiten und organisieren. Eine gute Aufgabe, um die verschiedenen Projekte der LZU kennen zu lernen. Ich komme immer wieder mit verschiedenen Menschen und Organisationen in Kontakt.So lerne ich unterschiedliche Einrichtungen, Netzwerke und Aktionsräume kennen.

Eine typische Büroarbeit ist die Mitorganisation der Kochbusanfragen. Und bald kommen auch schon die ersten Kochbustermine. Gemeinsam mit den unterschiedlichsten Gruppen, verschiedenen Alters, kochen wir überall in Rheinland-Pfalz. Vom Handeln zum Wissen ist dabei das Motto. Toll ist, dass wir dabei in der Natur sind, denn die Küche ist autark. Besonders gefallen mir die Einsätze mit Kindern und Jugendlichen, bei denen wir neben dem Kochen auch verschiedene Lernspiele spielen.

Im Winter bereite ich gemeinsam mit meinen FÖJ-Kollegen ein klimafreundliches Koch-Projekt vor. Der Kurs richtet sich an Schüler weiterführender Schulen, die wir über eine längere Zeit besuchen. Ich finde es total spannend bei den Projekten von Anfang bis Ende dabei zu seinund sie mit gestalten zu können. Meine Meinung wird ernst genommen und im Team arbeiten wir auf Augenhöhe.Wir erarbeiten gemeinsam das Konzept und die Methoden für Jugendliche. In diesem Rahmen konnte ich ein Wintergemüsequartett gestalten. Dazu gehören Recherche, Design und Organisation.

Besonders gefällt mir die Vielseitigkeit der Einsatzstelle. Ich habe die Möglichkeit bei der Planung und Organisation von Veranstaltungen mitzuhelfen und diese auch praktisch um zu setzen.

Im Rahmen des FÖJ habe ich die Chance gemeinsam in einem Vorbereitungsteam ein komplettes Seminar zu gestalten „Naturschutz gegen Rechtsextremismus“. Dort kann ich gelernte pädagogische Methoden anwenden und ausprobieren.

Immer wieder merke ich, wie viel Freude es mir bereitet andere, besonders Kinder und Jugendliche für den Erlebnisraum Natur zu begeistern und so ihr Bewusstsein für die Natur zu stärken. Die Antwort auf die Frage, was ich nach dem FÖJ machen will wird immer deutlicher. Ich mache viele Erfahrungen, die auch für mein späteres Berufsleben wichtig sind. Zum Beispiel dass ich selbst für meine Zeiteinteilung verantwortlich bin. Es gibt viele Angebote und Möglichkeiten mich weiter zu bilden und mich zu engagieren.Ich habe Zeit eigenständig Workshops und Seminare zu besuchen.

An einem Tag kann ich bei einem Waldkindergarten hospitieren. An einem anderen Tag lerne ich eine Kita mit Schwerpunkt tiergestützter Pädagogik kennen. Im Frühling ist es endlich soweit. Ich kann bei den Arbeiten rund um die Bienenstöcke auf dem Dach des Ministeriums mit helfen. Ganz praktisch lerne ich vieles über den Bien. Mit Bienen habe ich mich im Rahmen des FÖJ schon früher beschäftigt. Z.B bei der Arbeit mit dem Umweltjournal. Bei der Organisation des Projekts „Aktion Bien“, welches Schulen mit Bienen AG`s unterstützt, konnte ich ebenfalls unterstützen.

In meinem FÖJ kann ich selbstständig und frei lernen; und mich weiter entwickeln. Durch meine Einsatzstelle habe ich viele verschiedene Einblicke bekommen und Möglichkeiten wahrnehmen können. Ich werde vieles aus meinem FÖJ in meine Studienzeit und darüber hinaus mitnehmen.

Das ist vor allem die Erkenntnis Gesellschaft mitgestalten zu können, egal wie alt du bist oder wie viele Erfahrungen du schon gemacht hast - Deine Meinung ist wichtig und wird gehört.

 „Denn die Zukunft lässt sich eben nur schwer planen, sondern muss erlebt werden.“

FÖJ-Bericht von Annika - 2016/17 Fortsetzung

Fünf Seminarwochen - 5 Wochen, in denen wir Zeit haben in der Gruppe über unsere Erfahrungen im FÖJ ins Gespräch zu kommen. Zu jedem Seminarthema, ob klimafreundliche Ernährung oder Energie und Ressourcen, gibt es einen regen Meinungsaustausch. Dabei wird jede Ansicht wahrgenommen und respektiert. Wir lernen, wie Kommunikation funktioniert und von den Meinungen anderer zu profitieren. Denn nur, wenn wir offen für Neues und Unbekanntes sind können wir voneinander lernen. Im gemeinsamen Handeln finden wir zusammen Kompromisse und Lösungen für Probleme und probieren immer wieder neue Arbeitsweisen aus.

In unserer Gruppe ist jeder willkommen. Man definiert sich nicht über seine Leistungen, sondern darüber wer man ist und wer man sein möchte. Gerade in den Seminaren wird freies Lernen gelebt.

Die Themen sind von uns selbst gewählt und wir haben die Möglichkeit selbst Seminar-Bausteine vorzubereiten. Kein Thema ist zu trocken, um es handfest und spannend rüber zu bringen. Workshops, in denen wir kreativ sein können, Planspiele, die Komplexes realistisch rüber bringen oder interaktive Vorträge füllen die Tage.

Im FÖJ wird uns etwas zugetraut, dadurch werden wir ermutigt Verantwortung zu übernehmen. Selbstständiges und freies Arbeiten gehört immer mit dazu. Besonders ein Seminar thematisiert, was das ganze Jahr über rüber gebracht wird: Gesellschaft gestalten – Seminar zu politischen Bildung und mehr bürgerlichem Engagement: Immer wieder wird mir bewusst, wie viele Chancen wir haben Gesellschaft aktiv mit zu gestalten. Immer wieder erkenne ich neue Perspektiven. Immer wieder werde ich, durch die Beteiligung anderer, ermutigt …

Es geht aber nicht nur um die Gesellschaft, um die Menschen um uns herum oder die Natur, sondern vor allem auch um uns selber. Was möchte ich erreichen? Was kann ich gut? Welche Rolle spiele ich in der Gruppe. Ob in der Seminargruppe im Kleinen, oder in der Gemeinschaft im Großen.

Besonders in den Seminaren werden wir uns unseren Stärken und Schwächen bewusst. Wir reflektieren unser Verhalten und finden Handlungsalternativen.

Wir können die vielen Freiheiten im FÖJ nutzen, werden aber diesbezüglich nicht unter Druck gesetzt. Nicht nur bei unseren Einsatzstellen kommen wir auf verschiedene Weise mit der Natur in Berührung..

Seminar 1: Die Natur des Menschen und Menschen in der Natur: Ein Weg – Kleingruppen - ein paar Hinweise – Querfeldein – Geschichten/Gedichte/Sprüche – Aufgaben in denen wir Natur aus verschiedenen Perspektiven wahrnehmen – Auf einander achten – Rücksicht – VOR-Sicht Das FÖJ ist nicht nur Öko sondern auch Sozial! Es bedeutet, die Natur wert zu schätzen und darauf Acht zu geben. Es bedeutet, das Miteinander, das Wir mit zu gestalten.

Verfasst von Annika Lehnertz FÖJ 2016/17

FÖJ-Bericht von Mansour - 2016/17

Ich heiße Mansour, komme ursprünglich aus Afghanistan und lebe seit 3 Jahren in Deutschland.

In meiner Zeit als FÖJ`ler, bei der LZU konnte ich im Rahmen des FÖJs nicht nur inhaltlich unheimlich viel im Bereich Umwelt lernen, sondern auch meine deutsche Sprache verbessern und mein Vokabular aufstocken.

In den eineinhalb Jahren die ich bei meiner Einsatzstelle verbracht habe, durfte ich zahlreiche Seminare und Veranstaltungen zu Themen, wie Umweltbildung und allgemeinen Naturschutz besuchen, Projekte mitgestalten und umsetzen.

Besonderes sind mir die vielen Kochbus- bzw. Kochkurseinsätze in Erinnerung geblieben. Mein eigenes Projekt „Kochen mit Geflüchteten“ bedeutet zwar viel Arbeit, macht aber auch viel Spaß.

Die Veranstaltung „Ein Jahr Freiwilligendienste mit Flüchtlingsbezug“ in Berlin, an der ich teilnehmen durfte, hat mich begeistert. Dort konnte ich bei zahlreichen Diskussionen und Workshops mitmachen.

Ich bin Mitglied im FÖJ Sprechergremium Rheinland Pfalz. Als Sprecher lerne ich die Organisation von Projekten und Seminaren. Ich habe, gemeinsam mit anderen Sprechern, die Aufgabe verschiedene Seminargruppen zu verbinden, die Brücke zwischen FÖJ`lern und dem Land darzustellen oder Probleme in der Gruppe zu erkennen.

Einige FÖJ`ler haben ein Seminar mit Namen „Naturschutz gegen Rechtsextremismus“ organisiert. Dort habe ich einen Workshop Thema „Rechtsextreme Musik“ geleitet.

Während meiner Zeit im FÖJ habe ich viele Städte in und außerhalb Deutschlands kennengelernt.

FÖJ-Bericht von Tom - 2017

Mein Name ist Tom Noah und ich bin 18 Jahre und leiste aktuell ein freiwilliges ökologisches Jahr in der Landeszentrale für Umweltaufklärung. Ich selbst bin erst seit Anfang des Jahres im Team der LZU. Bevor ich zum FÖJ kam, machte ich ein FSJ in einem Sportverein. Leider wurden meinen Erwartungen ans FSJ nicht erfüllt. So kam ich mit viel Glück und über den unglaublich engagierten Dirk Hennig (Leiter des FÖJ Rheinland-Pfalz) und Roland Horne (Leiter der LZU) an meine jetzige Stelle. Meine jetzige Arbeit macht mir sehr viel Spaß. Ich kann aktiv an Projekten wie dem Kochbus mitarbeiten und gleichzeitig eigene Projekte wie das Kochen mit Geflüchteten organisieren. Ein tolles Team an anderen FÖJlern und LZU Mitarbeitern hilft sofort, wenn etwas mal nicht klappt und ist immer für spannende Diskussionen zur Stelle.

Auf den FÖJ-Seminaren, die einen nicht unwesentlichen Teil der Zeit einnehmen (fünf Seminare mit je einer Woche), lernte ich die anderen FÖJler kennen. Eine lockere und gelassene Stimmung ermöglicht es hier in entspannter Atmosphäre Neues zu lernen und gleichzeitig Zeit mit neu gewonnen Freunden zu verbringen. Alles in allem sind die fünf Seminare kleine Highlights, auf die sich immer nochmal sehr gefreut wird.

Aber kommen wir zurück zum Hauptteil unserer Arbeit. Wenn wir nicht gerade auf Seminaren, Kochbuseinsätzen, Kochkursen, Besprechungen, oder anderen Veranstaltungen wie "Grün Rock"t sind, verbringen wir unsere Zeit in den Räumen der LZU. Hier haben die FÖJ`ler ihr eigenes Büro. Ein weiterer Aspekt unserer Arbeit ist es nämlich die Einsätze des Kochbusses zu organisieren und Termine mit Interessenten zu vereinbaren. In den Mittagspausen kochen wir oft in der gut ausgestatteten Küche.

Alles in allem kann ich jedem ein FÖJ bei der LZU ans Herz legen,  der: gerne Kocht, gerne auch mal mit dem Auto unterwegs ist, mit anderen FÖJlern eine coole Zeit verbringen will, fünf Wochen entspannte Seminare genießen will und sich in ein starkes Team aus Menschen einbringen will, die seit vielen Jahren für unsere Welt kämpfen.

FÖJ-Bericht von Elisa - 2018/19

Ich hatte schon immer Interesse am Thema Umweltschutz, die meiste Zeit meines noch kurzen Lebens blieb es allerdings dabei dass ich Artikel gelesen oder Petitionen unterschrieben habe wenn ich durch Zufall darauf gestoßen bin. Je älter ich wurde und je mehr ich über das Thema erfuhr desto mehr wollte ich erfahren und desto dringender wollte ich endlich aktiv werden und versuchen zumindest einen kleinen, positiven Unterschied in der Welt zu machen. Ich wollte Umweltwissenschaft studieren, aber nicht direkt nach der Schule. Erst mal wollte ich eine Pause vom Lernen und eine Möglichkeit mich zu engagieren. Von einer Freundin habe ich dann erfahren dass es nicht nur das FSJ sondern auch das FöJ gibt und eine tolle Stelle in meiner Nähe, bei der LZU in Mainz. Damit hatte ich die Chance Arbeitserfahrung in Bereichen zu sammeln, in denen ich nach dem Studium arbeiten könnte und gleichzeitig aktiv etwas für die Umwelt zu tun. Arbeitserfahrung, die Chance sich zu engagieren und die Bestätigung, dass mein angestrebter Studiengang der richtige für mich ist, haben meine Erwartungen an das bevorstehende Jahr also gut zusammengefasst.

An meinem ersten Tag hatten wir einen Kochbuseinsatz und ich war etwas aufgeregt. Ich wollte einen guten ersten Eindruck machen und zeigen, dass ich die Sache ernst nehme, auch wenn es "nur" ein FöJ war, was ich anfangs für die längere Version eines Praktikums hielt. Wie sich schnell herausgestellt hat, gab es für Aufregung nicht den geringsten Grund. Sarah, die den Kochbus gemeinsam mit Dietmar leitet, hat mich schon an der Bushaltestelle herzlich empfangen, ebenso wie Dietmar und der Rest des Teams im Kochbus. Es hat sich schnell gezeigt, dass ihnen mehr daran gelegen hat, dass ich einen schönen ersten Tag habe, als daran meine Leistung zu beurteilen. Die Arbeit im Kochbus war eine meiner Hauptaufgaben. Gemeinsam mit dem Team und Teilnehmern von jung bis alt in lockerer, freundschaftlicher Atmosphäre zu kochen und sich spielerisch mit wichtigen Themen, wie gesunder und nachhaltiger Ernährung zu beschäftigen, wurde nie eintönig und ich habe nicht nur wahnsinnig viel über Kochen und Ernährung, sondern auch über den Umgang mit verschiedensten Menschen gelernt. Selbst wenn man mal einen schlechten Tag hatte war es am Ende immer schön, wenn man gesehen hat, wie sehr die Menschen es wertschätzen was man tut.

Auch beim Bienenprojekt der LZU hatte ich immer wieder die Gelegenheit zu helfen und zu lernen. Meine Mit-FöJlerin Aurelia und ich durften Ralph, der verantwortlich für das Thema Bienen ist, auf zwei Tagungen unterstützen, einer Forschungsrunde beisitzen und uns um den Kontakt mit den Einrichtungen kümmern, die an dem Projekt teilnehmen. Dabei hatte ich die Möglichkeit mich mit Menschen aus unterschiedlichen Bereichen des Umweltschutzes auszutauschen, und selbstverständlich sowohl viel fachliches als auch organisatorisches zu lernen und obwohl unsere Hilfe allein schon deswegen in meinen Augen selbstverständlich war, wurde sie nie als Selbstverständlichkeit behandelt. Im Gegenteil, uns wurde mehr positives Feedback und Dankbarkeit entgegen gebracht als ich erwartet oder für nötig gehalten hätte.

Sogar die Arbeit im Büro hat mir immer viel Spaß gemacht, auch wenn sich Büro und Spaß für viele eher nach einem Widerspruch anhört. Auch dort war der Umgang freundschaftlich und ich wurde vom ersten Tag an herzlich wilkommen geheißen. In der meisten Zeit durfte ich mich meinen Interessen entsprechend sinnvoll beschäftigen, was in meinem Fall beispielsweise das Schreiben einer Kindergeschichte zum Thema Klimawandel oder das Ausdenken von Spielen für den Kochbus war. Es war immer deutlich, dass ich, meine Arbeit und meine Meinung ernst genommen wurden und ich nichts von dem was ich gemacht habe machen MUSSTE. Freiwillig für und mit Menschen zu arbeiten, obwohl sie so viel mehr Erfahrung haben als ich und dass sie uns FöJlern trotzdem so auf Augenhöhe begegnen, war etwas womit ich in diesem Ausmaß nicht gerechnet habe. Noch viel mehr war es etwas, was ich über die Maßen geschätzt habe und nie vergessen möchte wenn sich die Rollen irgendwann ändern ich selbst mit jungen, unerfahrenen Menschen zusammen arbeite.

Freiwillig und auf Augenhöhe zu arbeiten und zu lernen ist etwas, das auch die FöJ-Seminare auszeichnet. Gemeinsam mit circa 20-30 anderen jungen Menschen beschäftigt man sich alle paar Monate jeweils fünf Tage, auf kreative Weise, mit einem Thema, wie beispielsweise Ernährung oder Energie. Zu meiner Überraschung gab es kein festes Programm, sondern wir FöJler*innen selbst überlegen am Ende jedes Seminars, wie wir das nächste gestalten wollen. Wer will kann auch selbst an den Telkos zur Planung teilnehmen und/oder Seminareinheiten planen und durchführen. Was alle Seminare gemeinsam haben ist die Frage, wo wir als Einzelne und als Gesellschaft stehen, wo wir eines Tages sein wollen und wie wir dorthin gelangen können. Für mich persönlich waren die Seminare etwas, was mir immer in Erinnerung bleiben wird. Ich habe tolle Menschen kennengelernt, die sich jeder ein Stück weit zum Vorbild nehmen könnte und die dazu beigetragen haben, dass sich mein Blick auf unsere Gesellschaft und unsere Welt verändert hat.

Also, haben sich meine Erwartungen an ein freiwilliges ökologisches Jahr erfüllt? Nein, sie wurden definitiv bei weitem übertroffen. Ich hatte mehr Spaß und wurde in dem was ich getan habe mehr wert geschätzt, als ich erwartet hatte, aber was meine Erwartungen am meisten übertroffen hat, ist wie wahnsinnig viel mehr ich gelernt habe, als ich dachte. Damit meine ich nicht nur Fachliches, wie es in der Arbeitswelt läuft oder was ich für berufliche Perspektiven habe, auch wenn das wichtig ist. Ich meine Dinge wie, warum Menschen so sind wie sie sind, warum wir nie aufhören sollten kreativ zu sein und zu träumen und warum es ein "weiter so" nicht nur nicht geben kann, sondern nicht geben muss. Ich wollte mich engagieren, aber rückblickend hat dieses Jahr mir weit mehr gegeben, als andersherum und auch wenn ich mich wiederhohle, ich werde es nie vergessen.

DFÖJ-Bericht von Aurelia - 2018/19

deutscher Version:
Das deutsch-französische ökologische Jahr war für mich die Angelegenheit, eine Pause nach meinem Bachelor zu machen und über die nächsten Schritte zu denken. Ich wollte mein Deutsch verbessern und praktische Erfahrungen im Umweltfeld sammeln. Ich habe mich für die Landeszentrale für Umweltaufklärung entschieden, weil diese Einrichtung politische und Sensibilisierungsarbeit im selben Ort zusammen trägt. Das Projekt des Kochbuses hat mich direkt interessiert, da ich sehr gerne koche.
Das Team der LZU hat mich herzlich willkommen und war hilfsbereit (insb. für alles Behördliches). Die Mitarbeiter und besonders meine Betreuerin Sarah Zorn sind für die Freiwilligen da. In der LZU herrscht eine familiäre Atmosphäre.
Meine Aufgaben als DFÖJlerin waren vielfältig. Zentral war natürlich alles was den Kochbus betraf, d.h. zum Beispiel die Einsätze vorbereiten oder neue Spiele erfinden. Die Kochbus-Einsätze sind ein wichtiges Teil des FÖJ und während des Saisons kann man durchschnittlich drei Einsätze pro Woche haben. Manchmal kann es auch während des Wochenendes sein. Obwohl es ermüdend und anspruchsvoll sein kann, habe ich eine gute Zeit verbracht: Man entdeckt Rheinland-Pfalz und lernt neue Personen kennen. Ich habe mich unvergesslich Erinnerungen gebildet.
Es gibt auch andere Projekten, bei denen die FÖJler mitmachen können. Zum Beispiel habe ich zum Seminar „Naturschutz gegen Rechtsextremismus“ teilgenommen und ich habe auch bei der Organisation mitgeholfen (Planung der Workshops sowie Leitung von denen). Außerdem konnte ich selbst ein Projekt entwickeln. Ich habe zwei Filmabende über das Thema der Umwelt in Zusammenarbeit mit dem Institut Français Mainz organisiert. Nach dem zweiten Film gab es eine Diskussion zwischen dem Publikum und verschiedenen Gästen. Dieses Projekt zu organisieren war eine bereichernde Erfahrung und ich konnte mir beweisen, dass ich die Fähigkeit habe, sowas zu machen.
Zum Schluss war mein FÖJ eine wahnsinnige Erfahrung, die ich nie vergessen werde. Es hat mich viel auf der persönlichen Ebene als auch auf der beruflichen gebracht. Ich habe sehr nette Leute kennengelernt (durch die Arbeit als auch die Seminare) und tolle Erinnerungen zurückgebracht!

 

französische Version:
Le volontariat écologique franco-allemand a été pour moi l’occasion de faire une pause dans mes études, après mon Bachelor, mais aussi de réfléchir à la suite de mon parcours. Je voulais améliorer mon allemand et acquérir de l’expérience pratique dans le domaine de l’écologie. J’ai décidé de faire mon volontariat au sein de la Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU), car elle a un pied dans le champ de la politique et un autre dans celui de la sensibilisation. Le projet du Kochbus m’a de suite intéressée, car j’aime bien cuisiner. L’équipe de la LZU m’a très bien accueillie et était très serviable (surtout pour l’administratif). Les collègues et en particulier ma tutrice Sarah Zorn sont à l’écoute des volontaires. Il règne dans la LZU une ambiance assez familiale.

Mes tâches en tant que volontaire étaient diverses. Celles en lien avec le Kochbus étaient centrales, comme par exemple la préparation des interventions ou la création de nouveaux jeux. Les interventions du Kochbus sont une part importante du volontariat et durant la saison de celui-ci (de fin mars à début octobre) on peut avoir en moyenne trois interventions par semaine. Il arrive qu’elles se déroulent pendant des weekends. J’ai passé de superbes moments malgré le fait que ce soit parfois un peu fatiguant et exigeant. J’ai découvert la Rhénanie-Palatinat et rencontré de nouvelles personnes. Je me suis créée des souvenirs inoubliables.

Il y’a aussi d’autres projets auxquels les volontaires peuvent participer. J’ai par exemple participé au séminaire „Naturschutz gegen Rechtsextremismus“ mais aussi aidé à son organisation (planification des workshops tout comme conduite de certains). Par ailleurs, j’ai aussi eu l’occasion de développer mon propre projet. Ainsi, j’ai organisé deux soirées cinéma sur le thème de l’environnement en coopération avec l’Institut Français de Mayence. La seconde soirée cinéma était suivie d’une discussion entre le public et différents invités (dont la réalisatrice du film projeté). Organiser ce projet a été une expérience enrichissante et j’ai pu me prouver que j’avais les capacités de mettre sur pied un tel événement.

Pour finir, mon volontariat a été une expérience extraordinaire que je n’oublierai jamais. Il m’a beaucoup apporté tant sur le plan personnel que professionnel. J’ai fait la rencontre de personnes très sympas (à travers le travail mais aussi les séminaires) et j’ai ramené des supers souvenirs.

FÖJ-Bericht von Lea - 2019/2020

Kennst Du auch dieses panische Gefühl, was dich befällt, sobald dich jemand fragt, was du nach deinem Schulabschluss machst? Hast Du noch gar keine Ahnung, was du werden willst und brauchst erstmal eine Pause, bevor es mit der beruflichen Laufbahn weiter geht? Dann ist ein Freiwilligendienst eine gute Wahl für Dich.

Hey, ich bin Lea, 21 Jahre alt, und stand vor demselben Dilemma. Jedoch habe ich durch den Besuch zahlreicher Messen und Internetseiten (Wer kennt es nicht?!) das Freiwillige Ökologische Jahr für mich entdeckt. Da ich mich für Umwelt, Ernährung und Nachhaltigkeit interessiere und die Welt zu einem besseren Ort machen möchte, ist ein Jahr voller spannender Ökothemen genau das Richtige gewesen. Ich habe mich dann für die Einsatzstelle „Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz“, eine Stabstelle des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten, entschieden und bin nach Mainz gezogen. Dort habe ich eine zweigeteilte Stelle, einmal im LZU-Büro und einmal im Kochbus „Rheinland-Pfalz isst besser“, besetzt. Nun liegt ein Jahr voller neuer Erkenntnisse und Erfahrungen hinter mir, in die ich euch gerne einen kleinen Einblick geben möchte:

In der LZU habe ich mich im Team direkt willkommen und aufgehoben gefühlt. Im Kochbus herrscht eine lockere und entspannte Atmosphäre. Sarah und Dietmar, die beiden Kochbus-ManagerInnen, sind sehr geduldig und lernten mich zwischendurch an. Mir fiel es trotzdem nicht leicht mich in das Team einzuspielen, da ich etwas überfordert damit gewesen bin, dass ich als FÖJlerin keine festen Aufgaben habe, sondern überall mitmache. Aber nach ein paar Startschwierigkeiten lief dann alles rund und ich lebte mich gut in meine neuen Aufgaben ein. Zudem war ich auch nicht alleine, da einen Monat nach meiner Ankunft, meine DFÖJ-Kollegin (und baldige Freundin) Margaux, hinzukam und wir die Aufgaben gemeinsam meisterten.

Meine persönlichen Highlights stellten die fünftägigen FÖJ-Seminare dar. Wir, ich und zahlreiche andere FÖJ-Kollegen*innen aus RLP, trafen uns in einem Jugendhaus und lernten die Ökologie aus unterschiedlichen Perspektiven und unter verschiedenen Aspekten kennen. Als Gruppe wuchsen wir schnell zusammen und verbrachten viele Billiard-, Lagerfeuer- und Spielabende miteinander. Wir wurden vom FÖJ-Organisator Andreas und von zwei lieben, engagierten Studies, also unseren Teamern, durch die Seminarzeit geleitet. Ab und an schaute auch Dirk, der FÖJ-Leiter, vorbei und lehrte uns etwas über Wölfe, Kommunikation oder das Leben von angriffslustigen Tintenfischen (Spaß, es ging ursprünglich um politisches Engagement). In unserer Zeit als FÖJ-Gemeinschaft lernten wir etwas über den Naturschutz im Allgemeinen, über nachhaltige Ernährung, über Ressourcen- und Energieverbrauch, über gesellschaftliche Entwicklungen in Krisenzeiten und darüber, dass wir zusammen stark sind und viel bewegen können.

Zurück zur LZU: Wenn ich nicht gerade mit dem KB-Team durch RLP tourte und Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen praktisch und spielerisch die nachhaltige Ernährung näher brachte, saß ich im LZU-Büro und arbeitete entweder an verschiedenen FÖJ-Projekten oder bereitete etwas für den Kochbus vor. Für diesen versammelten wir uns ab und an in der Küche und probierten neue Rezeptideen, die wir bei Erfolg unserer KB-Sammlung hinzufügten, aus. Zwischendurch bekamen wir kleine Aufträge, wie z.B. Botengänge ins Ministerium oder Archivieren von Umweltjournalen usw.

Außerdem gab es hin und wieder Veranstaltungen im Ministerium, wie z.B. einen Betriebsausflug, der Gesundheitstag, einen Yoga-Workshop u.w., für die man sich jederzeit anmelden konnte. Die LZU führt auch spannende Projekte, wie z.B. das Bienenprojekt an verschiedenen Schulen, das FÖJ-Projekt „Naturschutz gegen Rechtsextremismus“, einen Kochbuseinsatz auf dem Open-Ohr-Festival in Mainz sowie auf den RLP-Tagen u.w., durch, für die man sich mit Freude einbringt.

Zuletzt gibt es auch noch einige interessante Projektangebote vom FÖJ-Träger, wie beispielsweise das GrünRockt-Festival, eine E-Bike-Tour zwischen den Nationalparken, die Waldjugendspiele, eine Baumpflanzaktion von Landesforsten u.w. Die FÖJ-Sprecher lassen sich auch so manche Aktionen einfallen, wie Online-Seminare zu verschiedenen ökologischen Themen, ein Motiv für neue FÖJ-T-Shirts und Buttons, eine FÖJ for Future-Gruppe u.ä. Also, es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich für verschiedene Aktionen zu engagieren, die einem am Herzen liegen!

Was mir anfangs bei meiner Einsatzstelle nicht ganz bewusst war, ist die Pressepräsenz und Vorbildfunktion während Ministeriums-, Kochbus- und LZU-Veranstaltungen. Mich stresste diese Tatsache manchmal ein bisschen, da ich es als jemand, der frisch von der Schulbank kommt, nicht gewöhnt war, überall und jederzeit glänzen und professionell auftreten zu müssen. Jedoch ist es von Vorteil, dass ich gelernt habe, mit solchen Situationen umzugehen.

Was mir noch unklar war, ist, dass man an kleinere Projekten mitarbeitet. Daher sollte man dies bei der Wahl von weiteren FÖJ-Projekten berücksichtigen, weil es sonst aus meiner Erfahrung heraus etwas viel werden könnte, jedes professionell umzusetzen. Wenn ich nicht gerade etwas den Überblick über meine vielen Projekte verlor, hatte ich sehr viel Freude daran, diese mit Kolleginnen und Kollegen auszuarbeiten und umzusetzen.

Was ich aus meinem Jahr mitgenommen habe, ist:

  • dass ich beim Kochen und Backen auch nach meinem eigenen Gefühl gehe und experimentierfreudig bin
  • dass man Gesetze nur dann ändert, wenn man immer wieder gemeinsam auf die Straße geht und sich in irgendeiner Form für alle anderen sichtbar aktiv zeigt
  • dass man für seine Bedürfnisse und Wünsche einsteht
  • dass man aufeinander zugeht und Kompromisse bzw. Lösungen findet
  • dass man erst selber etwas ausprobiert, bevor man nachfragt
  • dass man engagiert bleibt und Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein kreativ und einfach in den Alltag integrieren kann
  • dass man Freunde fürs Leben findet
  • dass man selbst in unsicheren Zeiten (COVID-19-Pandemie) motivierte Teamer an seiner Seite hat, die es trotzdem ermöglichen, dass Seminare in digitaler Form und Projekte mit angepasstem Hygienemaßnahmen umgesetzt werden können und natürlich liebe LZU-Kollegen, die sich in der „häuslichen Quarantäne“ nach deinem Wohlbefinden erkundigen und trotzdem Ideen, wie z.B. Erntehelfen, haben, um dich in dieser Krisenzeit zu unterstützen

Ich kann nur jedem empfehlen, sich ein Jahr zu engagieren. Egal, ob die Stelle perfekt ist oder nicht, die gewonnene Erfahrung und die Einblicke sind es wert! Viel Erfolg! J

DFÖJ-Bericht von Margaux - 2019/2020

deutsche Version:
Bonjour, ich bin Margaux und 20 Jahre alt. Ich war im Jahr 2019-2020 die französische FÖJlerin. Zuvor bin ich schon ein Jahr an der Uni gewesen, aber was ich studierte, hat mir nicht gefallen. Ich brauchte Zeit, um über meine Zukunft nachzudenken, ich wollte die Welt entdecken, mich für etwas einsetzen und etwas Neues erleben. Ökologie interessierte mich schon seit ein paar Jahren. Als ich das DFÖJ entdeckt habe, habe ich gedacht, dass es schön wäre, mich für die Umwelt einzusetzen. Ich habe dann die Anzeige von der LZU und dem Kochbus-Projekt « Rheinland-Pfalz isst besser » entdeckt. Diese Einsatzstelle hat mir gefallen, weil sie sehr vielfältig aussah. Bienen, Ernährung und Atomkraft sind einige Themen, über die man dort mehr erfahren wird.

Die Haupt- und meine Lieblingsaufgabe war der Kochbus. Dazu gehörten den Kochbus aufzubauen, mitzukochen, die gesunde und nachhaltige Ernährung auf spielerische Weise zu erklären, zu essen (wichtigste Aufgabe) und dann den Kochbus wieder abzubauen. Und dazu gehörte auch im Büro neue Rezepte zu suchen, diese auszuprobieren und neue Spiele zu entwerfen.

In der LZU hat man auch die Gelegenheit ein persönliches Projekt zu machen. Ich habe mich für einen Kochbuseinsatz mit Studenten aus der Mainzer Uni entschieden. Mein Projekt sollte darüber aufklären, wie man sich günstig, vegetarisch und gesund ernährt.

Ich würde sagen, dass die deutsche Sprache während meinem Jahr eine Herausforderung für mich gewesen ist. Ich konnte zwar schon ein bisschen Deutsch sprechen, hatte aber nur die Grundkenntnisse, also das normale Schuldeutsch. Am Anfang war es sehr schwer und anstrengend für mich. Aber dann habe ich bemerkt, dass es ein bisschen einfacher wurde, dass ich neue Wörter behielt, dass ich nicht mehr so oft übersetzen und beim Sprechen immer seltener nach Wörtern suchen musste.

Die Seminare: Alle 3-4 Monate gibt es FÖJ-Seminare. Man trifft deutsche und französische FÖJler und teilt Erfahrungen aus den jeweiligen Einsatzstellen miteinander. Jeder FÖJler hat seine eigene Meinung zu verschiedenen Themen, über die man sich austauscht. Man entwickelt eine ganz besondere Beziehung zu diesen Leuten, weil nur sie verstehen können, was du erlebst. Innerhalb dieser Seminare machen wir viele Aktivitäten über die Fremdsprache, über Kooperation und Umwelt, führen lehrreiche Debatten und erleben einmalige Momente zusammen.

Leider kam Mitte März, als die Kochbussaison endlich wieder losgehen sollte, Corona. Es mussten leider alle Kochbuseinsätze abgesagt werden. Das war sehr schade, weil die Kochbuseinsätze meine Lieblingsaufgabe waren und jetzt, da mein Deutsch besser geworden war und ich mehr mit den Leuten interagieren konnte, alles ausgefallen ist.

Als es nach drei Monaten nicht mehr so schlimm war, habe ich die Idee gehabt mich als Ersatz zum Kochbusprojekt und zur LZU bei anderen Initiativen und Bauernhöfen zu engagieren. Ich bin endlich auf mehreren Bauernhöfen jeweils zwei Wochen geblieben. Ich bin in meiner Zeit dort vielen unterschiedlichen Aktivitäten nachgegangen, z.B. mit Kindern zu spielen, im Wald zu spazieren und neues Gemüse zu pflanzen. Dieser Ersatz hat mir sehr gefallen. Ich habe Mal etwas Anderes erlebt und es war cool, diese neuen Erfahrungen, zu denen ich sonst wahrscheinlich nicht während meines FÖJs gekommen wäre, zu machen

Zwischen den Bauernhofbesuchen habe ich Deutschland besichtigt.

Es ist zwar nicht alles gelaufen wie geplant, aber es hat mir auch andere Möglichkeiten gebracht. Ein tolles Team war mir stets behilflich und hat mir sehr viel Freude bereitet. Ich danke allen, die mich während meines Jahres begleitet haben!

 

französische Version:
Hallo, je m’appelle Margaux et j’ai 20 ans. J’étais la volontaire francaise en 2019-2020. Avant cette année, j’ai étudié à l’université , mais ça ne me plaisait pas. J’avais besoin de temps pour penser au futur, j’avais envie de découvrir le monde, de m’engager pour une cause et vivre quelque chose de nouveau. L’écologie m’intéresse déjà depuis quelque années. Alors quand j’ai découvert le VEFA, je me suis dit que ce serait cool de m’engager pour l’environnement. J’ai alors découvert la LZU et le projet du Kochbus « Rheinland-Pflaz isst besser ». Cette structure paraissait assez diversifiée et ça me plaisait. Les abeilles, l’alimentation et l’énergie nucléaire sont quelques thèmes que l’on peut rencontrer.

Ma principale et favorite mission était le Kochbus. Il fallait monter le Kochbus, cuisiner, expliquer l’alimentation durable et équilibrée de manière ludique, manger (mission la plus importante) et démonter le Kochbus une fois terminé. Il y avait aussi des tâches à effectuer au bureau, comme par exemple chercher de nouvelles recettes, les essayer, créer de nouveaux jeux.

Dans cette structure, il y a aussi la possibilité de créer un projet personnel. J’avais choisi d’organiser un évènement avec le Kochbus avec des étudiants de l’université de Mayence. Le principe était de montrer une alimentation économique, végétarienne et équilibrée.

L’allemand était mon défi principal durant mon année. Je parlais déjà un peu allemand mais seulement les bases, ce qu’on apprend à l’école. Au début, c’était vraiment dur et fatiguant. Mais petit à petit je remarquais que c’était un peu plus facile, que je retenais des nouveaux mots, que je n’avait plus à traduire aussi souvent et que je cherchais moins mes mots en parlant. 

Les séminaires : Tous les 3-4 mois, je retrouvais d’autres volontaires français et allemands.  Chaque volontaire a ses propres avis et expériences sur pleins de thèmes différents, que l’on peut partager les uns avec les autres. J’ai développé une relation particulière avec eux car seulement ces personnes peuvent comprendre ce qu’on vit pendant cette année. Durant ces séminaires on fait beaucoup d’activités sur la langue étrangère, la coopération et l’environnement, on a aussi des débats enrichissants et on vit des moments unique.

Mi-mars : la haute saison du Kochbus allait commencer mais c’est aussi le moment où le coronavirus a décidé de pointer le bout de son nez.  Tout les évènement du Kochbus ont dû être annulés. C’était très décevant parce que c’était la partie de mon volontariat que je préférais. J’avias beaucoup progressé en allemand et cela m’aurait permis de pouvoir plus interrargir avec les participants, mais malheureusement tout a été annulé.

Après trois mois, la situation s’était améliorée. J’ai alors eu l’idée d’aller dans d’autres structures et fermes en alternative au Kochbus et à la LZU. Je suis allée dans plusieurs fermes différentes et je suis restée deux semaines à chaque fois. J’ai pu participé à de nombreuses activités différentes, par exemple : planter de nouveaux légumes, m’occuper des chevaux et passer du temps avec les moutons et les câliner. J’ai beaucoup aimé cette alternative. J’ai pu découvrir d’autres horizons que je n’aurais sûrement pas eu l’occasion de faire autrement.

Entre deux fermes, j’ai pu visiter l’Allemagne, Berlin, Munich, Hambourg, Stuttgart…

Alors effectivement, tout ne s’est pas passer comme prévu mais cela m’a aussi apporté d’autres possibilités. Une superbe équipe m’a acceuillie et m’a toujours apporté son aide. Merci à tous ceux qui ont été à mes cotés cette année!

Ansprechpartner/innen
Foto von Briefkästen

© Pixabay

Bei Fragen zur Einsatzstelle LZU:
Roland Horne

Leiter der Landeszentrale für Umweltaufklärung
Tel: +49 (0) 6131 16 5600 
horne(at)umdenken.de

Bewerbungen an:
Dirk Hennig 

Leiter Zentralstelle FÖJ Rheinland-Pfalz
dirk.hennig(at)wald.rlp.de
foej(at)wald-rlp.de
Tel: +49 (0) 2662 9547 600