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Berichte vom FÖJ in der LZU

Bericht zu den Seminaren - von Annika Lehnertz FÖJ 2016/17

Fünf Seminarwochen - 5 Wochen, in denen wir Zeit haben in der Gruppe über unsere Erfahrungen im FÖJ ins Gespräch zu kommen. Zu jedem Seminarthema, ob klimafreundliche Ernährung oder Energie und Ressourcen, gibt es einen regen Meinungsaustausch. Dabei wird jede Ansicht wahrgenommen und respektiert. Wir lernen, wie Kommunikation funktioniert und von den Meinungen anderer zu profitieren. Denn nur, wenn wir offen für Neues und Unbekanntes sind können wir voneinander lernen. Im gemeinsamen Handeln finden wir zusammen Kompromisse und Lösungen für Probleme und probieren immer wieder neue Arbeitsweisen aus.

In unserer Gruppe ist jeder willkommen. Man definiert sich nicht über seine Leistungen, sondern darüber wer man ist und wer man sein möchte. Gerade in den Seminaren wird freies Lernen gelebt.

Die Themen sind von uns selbst gewählt und wir haben die Möglichkeit selbst Seminar-Bausteine vorzubereiten. Kein Thema ist zu trocken, um es handfest und spannend rüber zu bringen. Workshops, in denen wir kreativ sein können, Planspiele, die Komplexes realistisch rüber bringen oder interaktive Vorträge füllen die Tage.

Im FÖJ wird uns etwas zugetraut, dadurch werden wir ermutigt Verantwortung zu übernehmen. Selbstständiges und freies Arbeiten gehört immer mit dazu. Besonders ein Seminar thematisiert, was das ganze Jahr über rüber gebracht wird: Gesellschaft gestalten – Seminar zu politischen Bildung und mehr bürgerlichem Engagement: Immer wieder wird mir bewusst, wie viele Chancen wir haben Gesellschaft aktiv mit zu gestalten. Immer wieder erkenne ich neue Perspektiven. Immer wieder werde ich, durch die Beteiligung anderer, ermutigt …

Es geht aber nicht nur um die Gesellschaft, um die Menschen um uns herum oder die Natur, sondern vor allem auch um uns selber. Was möchte ich erreichen? Was kann ich gut? Welche Rolle spiele ich in der Gruppe. Ob in der Seminargruppe im Kleinen, oder in der Gemeinschaft im Großen.

Besonders in den Seminaren werden wir uns unseren Stärken und Schwächen bewusst. Wir reflektieren unser Verhalten und finden Handlungsalternativen.

Wir können die vielen Freiheiten im FÖJ nutzen, werden aber diesbezüglich nicht unter Druck gesetzt. Nicht nur bei unseren Einsatzstellen kommen wir auf verschiedene Weise mit der Natur in Berührung..

Seminar 1: Die Natur des Menschen und Menschen in der Natur: Ein Weg – Kleingruppen - ein paar Hinweise – Querfeldein – Geschichten/Gedichte/Sprüche – Aufgaben in denen wir Natur aus verschiedenen Perspektiven wahrnehmen – Auf einander achten – Rücksicht – VOR-Sicht Das FÖJ ist nicht nur Öko sondern auch Sozial! Es bedeutet, die Natur wert zu schätzen und darauf Acht zu geben. Es bedeutet, das Miteinander, das Wir mit zu gestalten.

Verfasst von Annika Lehnertz FÖJ 2016/17

FÖJ-Bericht von Mansour - 2016/17

Ich heiße Mansour, komme ursprünglich aus Afghanistan und lebe seit 3 Jahren in Deutschland.

In meiner Zeit als FÖJ`ler, bei der LZU konnte ich im Rahmen des FÖJs nicht nur inhaltlich unheimlich viel im Bereich Umwelt lernen, sondern auch meine deutsche Sprache verbessern und mein Vokabular aufstocken.

In den eineinhalb Jahren die ich bei meiner Einsatzstelle verbracht habe, durfte ich zahlreiche Seminare und Veranstaltungen zu Themen, wie Umweltbildung und allgemeinen Naturschutz besuchen, Projekte mitgestalten und umsetzen.

Besonderes sind mir die vielen Kochbus- bzw. Kochkurseinsätze in Erinnerung geblieben. Mein eigenes Projekt „Kochen mit Geflüchteten“ bedeutet zwar viel Arbeit, macht aber auch viel Spaß.

Die Veranstaltung „Ein Jahr Freiwilligendienste mit Flüchtlingsbezug“ in Berlin, an der ich teilnehmen durfte, hat mich begeistert. Dort konnte ich bei zahlreichen Diskussionen und Workshops mitmachen.

Ich bin Mitglied im FÖJ Sprechergremium Rheinland Pfalz. Als Sprecher lerne ich die Organisation von Projekten und Seminaren. Ich habe, gemeinsam mit anderen Sprechern, die Aufgabe verschiedene Seminargruppen zu verbinden, die Brücke zwischen FÖJ`lern und dem Land darzustellen oder Probleme in der Gruppe zu erkennen.

Einige FÖJ`ler haben ein Seminar mit Namen „Naturschutz gegen Rechtsextremismus“ organisiert. Dort habe ich einen Workshop Thema „Rechtsextreme Musik“ geleitet.

Während meiner Zeit im FÖJ habe ich viele Städte in und außerhalb Deutschlands kennengelernt.

FÖJ-Bericht von Annika - 2016/17

2016. Die Schulzeit neigt sich dem Ende zu. Das Ziel ist erreicht. Doch was nun ?

Was will ich? Was kann ich? Wo will ich hin? So wie viele meiner Mitschüler*innen bin ich erstmal planlos. Ich interessiere mich für Umweltthemen. Beschäftige mich mit der Frage, wie ich mit kleinen Dingen im Alltag die Umwelt schützen kann. Also irgendwas mit Umwelt. Umweltschutz? Umweltethik? Umweltbildung? Ich will nicht einfach nur einen Beruf erlernen. Ich will meine Berufung finden. Durchgestreifte Bücher mit den Titeln: Ausbildungsberufe von A-Z oder Studieren in verschiedenen Städten. Aber was ist das richtige für mich?

In der Schule wird man oft in seinen Interessen gelenkt. Ich entscheide mich für ein FÖJ, weil ich darin die Möglichkeit sehe meine individuellen Fähigkeiten und Interessen weiterzuentwickeln. Ich übernehme gerne Verantwortung, bin gerne kreativ und will auf andere Menschen zu gehen. Das FÖJ gibt mir die Chance, nach vielem theoretischen Lernen endlich selbst Projekte und Ideen in die Hand zu nehmen.

Eine meiner Bewerbungen ist an die Landeszentrale für Umweltaufklärung in Mainz adressiert. Die mit dem Kochbus. Dort wo es die Möglichkeit gibt, so viele Formen des Arbeitens kennen zu lernen.Schon bei meinem Bewerbungsgespräch lerne ich, wie wichtig es ist von Herzen motiviert und von einer Sache begeistertzu sein.

Im August ist es soweit mein Freiwilliges ökologisches Jahr in der LZU beginnt.

Mein Schreibtisch steht in einem großen Raum mit vielen Büchern über versch. Umweltthemen. Die LZU hat insgesamt 3 FÖJ-Stellen. Gemeinsam wird es also nie langweilig.Meine Kollegin Koray, die klimafreundliche Kochkurse gibt und für den Kochbus zuständig ist, zeigt mir die Stadt. In unserem Stadtrundgang lerne ich, wo ich nachhaltig einkaufen kann.

Ich bekomme die Aufgabe, Pressemitteilungen für die Kochbustermine an zu passen und weiter zu leiten. Habe Zeit mich in Hintergründe ein zu lesen und mich mit all den spannenden Themen auseinander zu setzen.

Die LZU ist auf eine Veranstaltung eingeladen, wo die Broschüren und Aktionen der LZU auf einem Stand präsentiert werden sollen. Diesen soll ich vorbereiten und organisieren. Eine gute Aufgabe, um die verschiedenen Projekte der LZU kennen zu lernen. Ich komme immer wieder mit verschiedenen Menschen und Organisationen in Kontakt.So lerne ich unterschiedliche Einrichtungen, Netzwerke und Aktionsräume kennen.

Eine typische Büroarbeit ist die Mitorganisation der Kochbusanfragen. Und bald kommen auch schon die ersten Kochbustermine. Gemeinsam mit den unterschiedlichsten Gruppen, verschiedenen Alters, kochen wir überall in Rheinland-Pfalz. Vom Handeln zum Wissen ist dabei das Motto. Toll ist, dass wir dabei in der Natur sind, denn die Küche ist autark. Besonders gefallen mir die Einsätze mit Kindern und Jugendlichen, bei denen wir neben dem Kochen auch verschiedene Lernspiele spielen.

Im Winter bereite ich gemeinsam mit meinen FÖJ-Kollegen ein klimafreundliches Koch-Projekt vor. Der Kurs richtet sich an Schüler weiterführender Schulen, die wir über eine längere Zeit besuchen. Ich finde es total spannend bei den Projekten von Anfang bis Ende dabei zu seinund sie mit gestalten zu können. Meine Meinung wird ernst genommen und im Team arbeiten wir auf Augenhöhe.Wir erarbeiten gemeinsam das Konzept und die Methoden für Jugendliche. In diesem Rahmen konnte ich ein Wintergemüsequartett gestalten. Dazu gehören Recherche, Design und Organisation.

Besonders gefällt mir die Vielseitigkeit der Einsatzstelle. Ich habe die Möglichkeit bei der Planung und Organisation von Veranstaltungen mitzuhelfen und diese auch praktisch um zu setzen.

Im Rahmen des FÖJ habe ich die Chance gemeinsam in einem Vorbereitungsteam ein komplettes Seminar zu gestalten „Naturschutz gegen Rechtsextremismus“. Dort kann ich gelernte pädagogische Methoden anwenden und ausprobieren.

Immer wieder merke ich, wie viel Freude es mir bereitet andere, besonders Kinder und Jugendliche für den Erlebnisraum Natur zu begeistern und so ihr Bewusstsein für die Natur zu stärken. Die Antwort auf die Frage, was ich nach dem FÖJ machen will wird immer deutlicher. Ich mache viele Erfahrungen, die auch für mein späteres Berufsleben wichtig sind. Zum Beispiel dass ich selbst für meine Zeiteinteilung verantwortlich bin. Es gibt viele Angebote und Möglichkeiten mich weiter zu bilden und mich zu engagieren.Ich habe Zeit eigenständig Workshops und Seminare zu besuchen.

An einem Tag kann ich bei einem Waldkindergarten hospitieren. An einem anderen Tag lerne ich eine Kita mit Schwerpunkt tiergestützter Pädagogik kennen. Im Frühling ist es endlich soweit. Ich kann bei den Arbeiten rund um die Bienenstöcke auf dem Dach des Ministeriums mit helfen. Ganz praktisch lerne ich vieles über den Bien. Mit Bienen habe ich mich im Rahmen des FÖJ schon früher beschäftigt. Z.B bei der Arbeit mit dem Umweltjournal. Bei der Organisation des Projekts „Aktion Bien“, welches Schulen mit Bienen AG`s unterstützt, konnte ich ebenfalls unterstützen.

In meinem FÖJ kann ich selbstständig und frei lernen; und mich weiter entwickeln. Durch meine Einsatzstelle habe ich viele verschiedene Einblicke bekommen und Möglichkeiten wahrnehmen können. Ich werde vieles aus meinem FÖJ in meine Studienzeit und darüber hinaus mitnehmen.

Das ist vor allem die Erkenntnis Gesellschaft mitgestalten zu können, egal wie alt du bist oder wie viele Erfahrungen du schon gemacht hast - Deine Meinung ist wichtig und wird gehört.

 „Denn die Zukunft lässt sich eben nur schwer planen, sondern muss erlebt werden.“

FÖJ-Bericht von Tom - 2016/17

Mein Name ist Tom Noah und ich bin 18 Jahre und leiste aktuell ein freiwilliges ökologisches Jahr in der Landeszentrale für Umweltaufklärung. Ich selbst bin erst seit Anfang des Jahres im Team der LZU. Bevor ich zum FÖJ kam, machte ich ein FSJ in einem Sportverein. Leider wurden meinen Erwartungen ans FSJ nicht erfüllt. So kam ich mit viel Glück und über den unglaublich engagierten Dirk Hennig (Leiter des FÖJ Rheinland-Pfalz) und Roland Horne (Leiter der LZU) an meine jetzige Stelle. Meine jetzige Arbeit macht mir sehr viel Spaß. Ich kann aktiv an Projekten wie dem Kochbus mitarbeiten und gleichzeitig eigene Projekte wie das Kochen mit Geflüchteten organisieren. Ein tolles Team an anderen FÖJlern und LZU Mitarbeitern hilft sofort, wenn etwas mal nicht klappt und ist immer für spannende Diskussionen zur Stelle.

Auf den FÖJ-Seminaren, die einen nicht unwesentlichen Teil der Zeit einnehmen (fünf Seminare mit je einer Woche), lernte ich die anderen FÖJler kennen. Eine lockere und gelassene Stimmung ermöglicht es hier in entspannter Atmosphäre Neues zu lernen und gleichzeitig Zeit mit neu gewonnen Freunden zu verbringen. Alles in allem sind die fünf Seminare kleine Highlights, auf die sich immer nochmal sehr gefreut wird.

Aber kommen wir zurück zum Hauptteil unserer Arbeit. Wenn wir nicht gerade auf Seminaren, Kochbuseinsätzen, Kochkursen, Besprechungen, oder anderen Veranstaltungen wie "Grün Rock"t sind, verbringen wir unsere Zeit in den Räumen der LZU. Hier haben die FÖJ`ler ihr eigenes Büro. Ein weiterer Aspekt unserer Arbeit ist es nämlich die Einsätze des Kochbusses zu organisieren und Termine mit Interessenten zu vereinbaren. In den Mittagspausen kochen wir oft in der gut ausgestatteten Küche.

Alles in allem kann ich jedem ein FÖJ bei der LZU ans Herz legen,  der: gerne Kocht, gerne auch mal mit dem Auto unterwegs ist, mit anderen FÖJlern eine coole Zeit verbringen will, fünf Wochen entspannte Seminare genießen will und sich in ein starkes Team aus Menschen einbringen will, die seit vielen Jahren für unsere Welt kämpfen.

FÖJ-Bericht von Elisa Förstel - 2018/19

Ich hatte schon immer Interesse am Thema Umweltschutz, die meiste Zeit meines noch kurzen Lebens blieb es allerdings dabei dass ich Artikel gelesen oder Petitionen unterschrieben habe wenn ich durch Zufall darauf gestoßen bin. Je älter ich wurde und je mehr ich über das Thema erfuhr desto mehr wollte ich erfahren und desto dringender wollte ich endlich aktiv werden und versuchen zumindest einen kleinen, positiven Unterschied in der Welt zu machen. Ich wollte Umweltwissenschaft studieren, aber nicht direkt nach der Schule. Erst mal wollte ich eine Pause vom Lernen und eine Möglichkeit mich zu engagieren. Von einer Freundin habe ich dann erfahren dass es nicht nur das FSJ sondern auch das FöJ gibt und eine tolle Stelle in meiner Nähe, bei der LZU in Mainz. Damit hatte ich die Chance Arbeitserfahrung in Bereichen zu sammeln, in denen ich nach dem Studium arbeiten könnte und gleichzeitig aktiv etwas für die Umwelt zu tun. Arbeitserfahrung, die Chance sich zu engagieren und die Bestätigung, dass mein angestrebter Studiengang der richtige für mich ist, haben meine Erwartungen an das bevorstehende Jahr also gut zusammengefasst.

An meinem ersten Tag hatten wir einen Kochbuseinsatz und ich war etwas aufgeregt. Ich wollte einen guten ersten Eindruck machen und zeigen, dass ich die Sache ernst nehme, auch wenn es "nur" ein FöJ war, was ich anfangs für die längere Version eines Praktikums hielt. Wie sich schnell herausgestellt hat, gab es für Aufregung nicht den geringsten Grund. Sarah, die den Kochbus gemeinsam mit Dietmar leitet, hat mich schon an der Bushaltestelle herzlich empfangen, ebenso wie Dietmar und der Rest des Teams im Kochbus. Es hat sich schnell gezeigt, dass ihnen mehr daran gelegen hat, dass ich einen schönen ersten Tag habe, als daran meine Leistung zu beurteilen. Die Arbeit im Kochbus war eine meiner Hauptaufgaben. Gemeinsam mit dem Team und Teilnehmern von jung bis alt in lockerer, freundschaftlicher Atmosphäre zu kochen und sich spielerisch mit wichtigen Themen, wie gesunder und nachhaltiger Ernährung zu beschäftigen, wurde nie eintönig und ich habe nicht nur wahnsinnig viel über Kochen und Ernährung, sondern auch über den Umgang mit verschiedensten Menschen gelernt. Selbst wenn man mal einen schlechten Tag hatte war es am Ende immer schön, wenn man gesehen hat, wie sehr die Menschen es wertschätzen was man tut.

Auch beim Bienenprojekt der LZU hatte ich immer wieder die Gelegenheit zu helfen und zu lernen. Meine Mit-FöJlerin Aurelia und ich durften Ralph, der verantwortlich für das Thema Bienen ist, auf zwei Tagungen unterstützen, einer Forschungsrunde beisitzen und uns um den Kontakt mit den Einrichtungen kümmern, die an dem Projekt teilnehmen. Dabei hatte ich die Möglichkeit mich mit Menschen aus unterschiedlichen Bereichen des Umweltschutzes auszutauschen, und selbstverständlich sowohl viel fachliches als auch organisatorisches zu lernen und obwohl unsere Hilfe allein schon deswegen in meinen Augen selbstverständlich war, wurde sie nie als Selbstverständlichkeit behandelt. Im Gegenteil, uns wurde mehr positives Feedback und Dankbarkeit entgegen gebracht als ich erwartet oder für nötig gehalten hätte.

Sogar die Arbeit im Büro hat mir immer viel Spaß gemacht, auch wenn sich Büro und Spaß für viele eher nach einem Widerspruch anhört. Auch dort war der Umgang freundschaftlich und ich wurde vom ersten Tag an herzlich wilkommen geheißen. In der meisten Zeit durfte ich mich meinen Interessen entsprechend sinnvoll beschäftigen, was in meinem Fall beispielsweise das Schreiben einer Kindergeschichte zum Thema Klimawandel oder das Ausdenken von Spielen für den Kochbus war. Es war immer deutlich, dass ich, meine Arbeit und meine Meinung ernst genommen wurden und ich nichts von dem was ich gemacht habe machen MUSSTE. Freiwillig für und mit Menschen zu arbeiten, obwohl sie so viel mehr Erfahrung haben als ich und dass sie uns FöJlern trotzdem so auf Augenhöhe begegnen, war etwas womit ich in diesem Ausmaß nicht gerechnet habe. Noch viel mehr war es etwas, was ich über die Maßen geschätzt habe und nie vergessen möchte wenn sich die Rollen irgendwann ändern ich selbst mit jungen, unerfahrenen Menschen zusammen arbeite.

Freiwillig und auf Augenhöhe zu arbeiten und zu lernen ist etwas, das auch die FöJ-Seminare auszeichnet. Gemeinsam mit circa 20-30 anderen jungen Menschen beschäftigt man sich alle paar Monate jeweils fünf Tage, auf kreative Weise, mit einem Thema, wie beispielsweise Ernährung oder Energie. Zu meiner Überraschung gab es kein festes Programm, sondern wir FöJler*innen selbst überlegen am Ende jedes Seminars, wie wir das nächste gestalten wollen. Wer will kann auch selbst an den Telkos zur Planung teilnehmen und/oder Seminareinheiten planen und durchführen. Was alle Seminare gemeinsam haben ist die Frage, wo wir als Einzelne und als Gesellschaft stehen, wo wir eines Tages sein wollen und wie wir dorthin gelangen können. Für mich persönlich waren die Seminare etwas, was mir immer in Erinnerung bleiben wird. Ich habe tolle Menschen kennengelernt, die sich jeder ein Stück weit zum Vorbild nehmen könnte und die dazu beigetragen haben, dass sich mein Blick auf unsere Gesellschaft und unsere Welt verändert hat.

Also, haben sich meine Erwartungen an ein freiwilliges ökologisches Jahr erfüllt? Nein, sie wurden definitiv bei weitem übertroffen. Ich hatte mehr Spaß und wurde in dem was ich getan habe mehr wert geschätzt, als ich erwartet hatte, aber was meine Erwartungen am meisten übertroffen hat, ist wie wahnsinnig viel mehr ich gelernt habe, als ich dachte. Damit meine ich nicht nur Fachliches, wie es in der Arbeitswelt läuft oder was ich für berufliche Perspektiven habe, auch wenn das wichtig ist. Ich meine Dinge wie, warum Menschen so sind wie sie sind, warum wir nie aufhören sollten kreativ zu sein und zu träumen und warum es ein "weiter so" nicht nur nicht geben kann, sondern nicht geben muss. Ich wollte mich engagieren, aber rückblickend hat dieses Jahr mir weit mehr gegeben, als andersherum und auch wenn ich mich wiederhohle, ich werde es nie vergessen.

Ansprechpartner/innen
Foto von Briefkästen

© Pixabay

Bei Fragen zur Einsatzstelle LZU:
Roland Horne

Leiter der Landeszentrale für Umweltaufklärung
Tel: +49 (0) 6131 16 5600 
horne(at)umdenken.de

Bewerbungen an:
Dirk Hennig 

Leiter Zentralstelle FÖJ Rheinland-Pfalz
dirk.hennig(at)wald.rlp.de
foej(at)wald-rlp.de
Tel: +49 (0) 2662 9547 600